Offshore-Windparks können neben der traditionellen Fischerei und dem Küstentourismus betrieben werden – zu diesem Ergebnis kommt ein neues Positionspapier des Polnischen Windenergie-Verbandes (PSEW). Der Verband beruft sich auf Betriebserfahrungen aus Dänemark, Deutschland und dem Vereinigten Königreich sowie seit knapp einem Jahr auch aus Polen.
Die Standorte der Meeresturbinen werden so gewählt, dass Konflikte mit traditionellen Fanggebieten minimiert werden. Einige Investoren haben zudem Entschädigungsprogramme für Fischer eingeführt, die von Ertragseinbußen oder gestiegenen Betriebskosten betroffen sind. Ähnliche Regelungen setzen auch die Unternehmen um, die in Polen Offshore-Windprojekte realisieren.
Im Bereich Tourismus belegen Daten aus etablierten Offshore-Windmärkten, dass die Anwesenheit von Windkraftanlagen die Attraktivität von Küstenregionen nicht mindert – und in manchen Fällen sogar neue Formen der Freizeitschifffahrt anzieht.
Polens erste Offshore-Windinstallationen – das Baltic-Power-Projekt vor der Küste bei Łeba – gingen Mitte 2025 teilweise in Betrieb. Das Zusammenleben von Energieinfrastruktur mit bestehenden Meeresnutzern ist in Polen weiterhin Gegenstand öffentlicher und regulatorischer Debatten.





