Der Bundesverband Windenergie Offshore (BWO) veranstaltet einen Online-Talk zur von der Europäischen Kommission vorgeschlagenen Revision des EU-Emissionshandels und ihren Folgen für die Offshore-Wind-Lieferkette. Der Termin ist der 26. August 2026, von 10:00 bis 11:00 Uhr MESZ, über Zoom.

Die Mitte Juli vorgelegten Vorschläge der Kommission zur Reform des ETS haben besonderes Gewicht für die Stahlindustrie, die Fundamente, Türme und weitere Schlüsselkomponenten von Offshore-Windparks liefert. Der BWO sieht eine wettbewerbsfähige europäische Stahlindustrie als zentral für die Resilienz der Offshore-Wind-Lieferkette; die Diskussion konzentriert sich darauf, wie die vorgeschlagenen Änderungen des ETS-1 die Stahlbeschaffung, Investitionen und die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Zulieferer beeinflussen könnten.

Zu den bestätigten Rednern zählen Dr. Peter Liese, Mitglied des Europäischen Parlaments für die CDU und langjähriger Experte der EVP-Fraktion für den Emissionshandel, sowie Korbinian Ott von Steelwind Nordenham, die eine politische bzw. industrielle Perspektive einbringen. Nach Angaben des Veranstalters sind auch der Grünen-Europaabgeordnete Michael Bloss und ein Vertreter der Salzgitter AG angefragt.

Für die Ostseeregion, in der der Offshore-Ausbau von einem sicheren Zugang zu Stahl und weiteren schweren Komponenten abhängt, ist die Debatte über die Emissionshandelsregeln eng mit Lieferketten- und Industriepolitik verknüpft. Die Anmeldung ist über den BWO möglich. Der Verband mit Sitz in Berlin wird von Geschäftsführer Stefan Thimm geleitet.