Der Bundesverband Windenergie Offshore (BWO) fordert die Bundesregierung auf, einen rechtlich geregelten Mechanismus für die freiwillige Rückgabe und schnelle Neuausschreibung von Offshore-Windflächen einzuführen. Der Verband warnt, dass bis zu 16 GW bereits vergebener Kapazitäten — mit einem Projektvolumen von rund 50 Milliarden Euro — dauerhaft durch Netzanschlussverzögerungen und fehlende Investitionsentscheidungen blockiert werden könnten.
Der BWO-Vorschlag betrifft Projekte aus den Auktionsrunden 2023 bis 2025, die noch keine endgültige Investitionsentscheidung erhalten haben. Im Rahmen des Mechanismus hätten Unternehmen vier Wochen nach Inkrafttreten der gesetzlichen Grundlage, um eine freiwillige Rückgabe zu erklären. Zurückgegebene Flächen sollen schnell nach den neuen Auktionsregeln ab 2027 neu ausgeschrieben werden.
Unternehmen, die Flächen zurückgeben, dürfen auf diesen nicht erneut bieten und müssen vorhandene Voruntersuchungsergebnisse an die Behörden übermitteln. Die Sicherheitsleistung soll vollständig erstattet werden, um frühzeitige Rückgaben zu fördern. BWO identifizierte 14 Offshore-Windflächen mit 17,8 GW aus den Auktionen 2023–2025.





