Die EU-Kommission will den Mitgliedstaaten Investitionen in die Transformation ihrer Energiesysteme erleichtern. In den Jahren 2026, 2027 und 2028 sollen zusätzliche Schulden von bis zu 0,3 Prozent des BIP für Ausgaben in die Energiewende aufgenommen werden können, ohne ein Defizitverfahren auszulösen.

Die Präsidentin des Bundesverbands Erneuerbare Energie (BEE), Ursula Heinen-Esser, begrüßte den Vorschlag. “Wird er verabschiedet, hoffen wir, dass die Bundesregierung den so gewonnenen finanziellen Spielraum im Umfang von bis zu 27 Milliarden Euro auch nutzt”, sagte sie. “Diese gewaltige Summe kann der Energiewende einen deutlichen Schub geben.”

Heinen-Esser argumentierte, die Mittel könnten helfen, Importabhängigkeiten von Öl und Gas zu verringern und die Krisenfestigkeit des Standorts zu stärken. Mit Blick auf den noch ungelösten Konflikt in der Straße von Hormus wäre dies ein wichtiges Signal für die deutsche Wirtschaft.