Der Netzbetreiber 50Hertz laesst wesentliche Teile einer Offshore-Konverterplattform in Deutschland fertigen und vergibt den Auftrag an die NEPTUN-Werft in Rostock-Warnemuende. Der Bundesverband Windenergie Offshore (BWO) begruesste die Entscheidung als Signal fuer industrielle Wertschoepfung und Lieferkettenresilienz im Inland.
Nach Angaben von 50Hertz koennen sich die Auftraege fuer Produktion und Dienstleistungen auf rund 2,5 Milliarden Euro summieren, ueberwiegend in Mecklenburg-Vorpommern. Durch das Projekt sollen mehr als 500 neue Arbeitsplaetze bei den beteiligten Unternehmen und Zulieferern entstehen.
Konverterplattformen sind kritische Infrastruktur fuer die Offshore-Windenergie und wandeln den auf See erzeugten Strom fuer die Uebertragung an Land um. Der BWO erklaerte, der Auf- und Ausbau eigener maritimer Fertigungskapazitaeten staerke die Resilienz der Offshore-Wind-Lieferkette, reduziere Abhaengigkeiten und sichere die industrielle Handlungsfaehigkeit fuer den weiteren Ausbau der Windenergie in Nord- und Ostsee.
BWO-Geschaeftsfuehrer Stefan Thimm sagte, der Auftrag zeige das Potenzial der Offshore-Windenergie fuer Wertschoepfung, Beschaeftigung und Innovation, und nannte ihn eine Bestaetigung der industriepolitischen Anstrengungen von Bund und Land. Die Landesregierungen in Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern haben sich wiederholt fuer staerkere Werftstandorte eingesetzt.
Der Verband verband die Vergabe mit seinen breiteren Reformforderungen und argumentierte, industrielle Wertschoepfung brauche eine verlaessliche Projektpipeline. Im Rahmen der geplanten Novelle des Windenergie-auf-See-Gesetzes setzt sich der BWO fuer ein indexiertes zweiseitiges CfD-Modell sowie fuer eine gesetzlich geregelte Rueckgabemoeglichkeit fuer unter heutigen Bedingungen nicht mehr realisierbare Flaechen ein.







