Der deutsche Entwickler wpd hat seinen ersten Onshore-Windpark in Japan in Betrieb genommen. Das Projekt Higashi Izu Furusato in der Praefektur Shizuoka ging am 1. Juni 2026 planmaessig und im Rahmen des Budgets ans Netz.
Der Windpark liegt auf einem Bergruecken der Izu-Halbinsel, rund 120 Kilometer suedwestlich von Tokio. Entwickelt wurde er von der Higashi Izu Wind Power Godo Kaisha, einem Gemeinschaftsunternehmen von wpd und der japanischen GPSS Group. Der Installationsdienstleister Achiha Co. setzte fuer das steile Gelaende speziell ausgelegte Maschinen ein.
Die Anlage verfuegt ueber eine installierte Leistung von 7,48 MW in drei Enercon-Turbinen. Der Strom wird ueber ein Corporate Power Purchase Agreement vermarktet: NF Power Services liefert ihn an die Nomura Real Estate Development, die den Gruenstrom fuer ihren neuen Hauptsitz in Tokio nutzen und ihre Dekarbonisierungsziele stuetzen will.
Corporate PPAs gewinnen bei Unternehmen an Bedeutung, die angesichts steigender Strompreise und hoeherer Marktvolatilitaet mehr Kostenstabilitaet suchen; das Projekt verbindet die Erzeugung erneuerbarer Energie direkt mit einem einzelnen Abnehmer. Bjoern Nullmeyer, CFO von wpd, bezeichnete die Inbetriebnahme als erstes Projekt des Unternehmens in Japan und das erste mit einem asiatischen Partner, neben dem IPP-Portfolio in Taiwan.
Fuer den baltischen und deutschen Markt ist der Meilenstein ein Beleg dafuer, wie ein etablierter regionaler Entwickler seine Praesenz im asiatisch-pazifischen Raum ausbaut. Das 1996 gegruendete Unternehmen ist in 32 Laendern aktiv, haelt ein Eigenbestandsportfolio von 3.644 MW und meldet eine Pipeline von 38.545 MW Onshore-Wind und 8.015 MW Solar.







