Das Cloudberry-Projekt des finnischen Unternehmens Vetyalfa Oy soll 224 Mio. Euro aus dem EU-Innovationsfonds erhalten — die größte Einzelförderung, die Finnland je aus dem Fonds bezogen hat. Die Zusage folgt der Wasserstoff-Auktion des Fonds von 2025, deren Ergebnisse die Europäische Kommission am 7. Mai 2026 veröffentlichte und neun Projekte für Förderverhandlungen auswählte.

Vetyalfa bot den niedrigsten Preis aller Teilnehmer und versprach zugleich das größte Volumen: knapp 509 Kilotonnen Wasserstoff über zehn Jahre aus 500 MW Elektrolyseur-Kapazität, was die Emissionen im Zeitraum um über 3,38 Mio. Tonnen senkt. Klima- und Umweltministerin Sari Multala nannte es eine positive Nachricht, die Finnland brauche, und einen Beleg dafür, dass sich der Fokus auf Kompetenz in sauberer Energie auszahle.

In sieben Ländern des Europäischen Wirtschaftsraums sollen die neun ausgewählten Projekte fast 1,1 GW Elektrolyseur-Kapazität ergänzen und im ersten Jahrzehnt über 1,3 Mio. Tonnen Wasserstoff erzeugen, was die Treibhausgasemissionen um rund 9 Mio. Tonnen senkt. Die Runde verteilt etwa 1,09 Mrd. Euro, finanziert aus Erlösen des EU-Emissionshandels; die Auktion war gegenüber ihrem Budget von 1,3 Mrd. Euro mehr als sechsfach überzeichnet und zog 58 Gebote aus 11 Ländern an.

Förderverträge mit der EU-Agentur CINEA werden im letzten Quartal 2026 erwartet; danach müssen die Projekte binnen zweieinhalb Jahren eine Investitionsentscheidung treffen und innerhalb von fünf Jahren in Betrieb gehen. Für den Ostsee- und Nordeuropa-Raum, wo mehrere Wasserstofftäler und mit Offshore verbundene Elektrolyse-Projekte entstehen, signalisiert die Zusage zugleich den Umfang der verfügbaren EU-Förderung und den Wettbewerbsdruck auf die Gebotspreise.