ORLEN Upstream Norway hat vereinbart, von Vår Energi einen 20-Prozent-Anteil an fünf norwegischen Lizenzen einschließlich des fördernden Goliat-Feldes zu erwerben. Der Deal fügt den norwegischen Reserven der polnischen Gruppe fast 60 Millionen Barrel Öläquivalent (boe) hinzu und soll die dortige Förderung binnen weniger Jahre um 12.000 boe pro Tag steigern.
Die Übernahme umfasst Goliat sowie zusätzliche dokumentierte Gas- und Ölvorkommen am umliegenden Goliat Ridge. ORLENs dokumentierter Anteil an Goliat übersteigt 36 Millionen boe, weitere 22 Millionen boe stammen vom Goliat Ridge, insgesamt rund 58 Millionen boe, darunter etwa 3 Milliarden Kubikmeter Gas. Investitionen in den nächsten vier Jahren sollen die Förderung aus diesen Anlagen etwa verdreifachen, von rund 4.000 auf 12.000 boe pro Tag; die Felder sollen mindestens bis 2040 produzieren.
„Mit einer einzigen Transaktion erhöhen wir unsere Gas- und Ölreserven in Norwegen um 15 Prozent“, sagte ORLEN-Chef Ireneusz Fąfara und stellte den Kauf als Teil des Strebens der Gruppe nach Energieunabhängigkeit und stabilen Preisen dar. Goliat, 2000 entdeckt und seit 2016 fördernd, nutzt eine kreisförmige schwimmende Produktions-, Lager- und Verladeeinheit, die zu mehr als 90 Prozent mit Landstrom aus erneuerbaren Quellen versorgt wird, was eine Emissionsintensität von rund 2 kg pro boe gegenüber einem globalen Durchschnitt von 16 kg ergibt.
Die Transaktion bedarf noch der Genehmigung der norwegischen Behörden. Nach Abschluss wird Goliat von Vår Energi als Betreiber (45 Prozent), Equinor (35 Prozent) und ORLEN Upstream Norway (20 Prozent) gehalten. Für Polen vertieft der Deal eine eigene Rohstoffbasis in der Barentssee, die ORLEN als Beitrag zur europäischen und polnischen Energiesicherheit darstellt.







